Absatzprobleme der Mobilfunkbranche
Dieses Jahr sieht es ziemlich mau aus für die Handyindustrie. Mobiltelefone werden zu Ladenhütern in den Geschäften und die Verbraucher versuchen sowohl auf günstigere Tarife auszuweichen, als auch ihr Telefonverhalten so zu ändern dass sie so viele Kosten wie möglich einsparen. Kein Wunder, schließlich haben im Zuge der Krise viele Angst um ihre Existenz bekommen.
Gerade Mobiltelefone aus dem mittleren Preissegment verkaufen sich zurzeit ganz schlecht. Viele Konsumenten neigen zu Extremen. Entweder legt man sich das preiswerteste Handy zu, welches man bekommen kann oder man behält in vielen Fällen einfach das alte Mobiltelefon und stattet es lediglich mit einer neuen und preisgünstigen SIM-Karte aus statt auf einen neuen Vertrag zu setzen, bei dem dann oftmals ein brandneues Handymodell inklusive ist. Derartiges Kaufverhalten ist natürlich gift für die ohnehin schon schwächelnde Mobilfunkbranche.
Generell stehen Prepaid Tarife mit SIM-Karten hoch im Trend. Sind sie doch alles in allem bei einem genauen Kostenvergleich fast immer preisgünstiger als die klassischen Verträge. Auch beim Telefonverhalten selber schauen viele Konsumenten mehr und mehr auf ihre Monatsrechnung. So schränken sich einige Mobilfunkkunden bei ihren Gesprächen nun mehr ein als frührer. Außerdem wird oftmals auf gratis SMS aus dem Web zurückgegriffen statt teilweise bis zu zwölf Cent teure SMS mit dem Mobiltelefon zu schreiben. Mobiles Internet über UMTS ist für die meisten Nutzer aufgrund teurer Tarife mit Internetanschluss zuhause ohnehin kein Thema – erst recht nicht, wenn das Geld knapp sitzt. So kommt es dazu dass immer mehr Umsätze an den Mobilfunkriesen vorbei generiert werden.
Wann sich der Markt wieder erholt ist noch ungewiss. Große Handykonzerne wie Nokia oder Sony Ericsson melden Verkaufseinbrüche von 15& bzw. 40% und Prognosen werden immer weiter nach unten korregiert.

12. August 2009 um 12:19 am
Vollkommen verständlich! Was mich ärgert sind die Flatrate abzocken, wo einem vorgegaukelt wird man könne umsonst telefonieren. Und das für 50€ und mehr im Monat! Wobei man bei einer Prepaid-Karte wie z.B Simyo oder Fonic meist nur die Hälfte oder weniger für die gleiche Leistung bezahlen würde. Und die Wirtschaftskriese tut ihr übriges…..
11. Oktober 2009 um 3:31 pm
Hi !
Irgendwie verständlich oder ?
Keiner kommt um die Krise herum. Handybesitzer werden schliesslich auch immer verantwortungsbewusster.
Bestes Bsp. meine Tochter, der Vertrag aus dem Vorjahr ist jetzt viel teurer da Sie ihr Telefonierverhalten auch geändert hat.
Neuer Freund – tausende SMS im Monat wo vorher 50 ausreichten.
Ende vom Lied, neuer Tarif der billiger für Sie ist.
Gruß Marian
14. November 2009 um 1:58 pm
Ja zu dem finde ich die SMS preise in deutschland einfach nur unverschämt, wenn man da nach Österreich schaut… Naja mit den neuen Prepaidanbietern hat sich ja jetzt wenigstens entwas verbessert