Die Entwicklung von Openmoko ist eingestellt
Samstag, 07. Februar 2009Golem.de berichtet:
Die FIC-Tochter Openmoko wird ihr Open-Source-Smartphone Neo Freerunner vorerst nicht weiterentwickeln. Auch von Mitarbeitern muss sich Openmoko trennen, um im Markt tätig bleiben zu können. Die Rettung soll nun ein anderes Gerät bringen, das allerdings kein Telefon sein wird.
Was mich angeht, ich wundere mich überhaupt nicht, dass dieses Projekt nicht mehr weiterentwickelt wird. Die Idee an sich, ein Open Source Handy zu entwickeln ist gar nicht verkehrt, wie man aus dem Erfolg von G1 sehen kann. Das Problem ist, dass dieses Gerät bis zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgereift ist. So wie ich es verstehe, hatten die Entwickler von Openmoko einen großen Wert darauf gelegt, mit Hilfe von User-Feedback, das Handy weiterzuentwickeln, scheiterten aber trotzdem, da die Entwicklung des Gerätes zu viel Zeit in Anspruch nahm. Das Gerät ist übrigens heute noch ziemlich buggy. Das Design von Openmoko ist auch eine große Schwäche des Geräts. Irgendwie erinnert mich diese Situation an Linux-Probleme. Das Betriebssystem ist zwar toll, lässt sich aber zu umständlich bedienen, sodass man damit kaum große Massen ansprechen kann. Ich, als Student der Informatik, finde zum Beispiel Linux wirklich toll. Ich setze Linux als Server ein, um meine Webseiten zu hosten, aber ich werde niemals dieses Betriebssystem zu hause als Heimsystem einsetzen. Zumindest nicht bis das Usability und das Design für normale Menschen überarbeitet wird. Da hat die Linux-Gemeinde noch viel nachzuholen. Vielleicht werde ich irgendwann auch meinen Beitrag dafür leisten. In unserer Fachhochschule gibt es einen Wahlfach – „Mensch-Maschine-Kommunikation“, wo man Probleme und Lösungen von Usability der Software-Produkte studiert. Leider habe ich keine Zeit mehr, in diesem Semester den Fach zu besuchen, aber vielleicht komme ich dazu im nächsten. Es muss ja schließlich jemanden geben, der das ewige Linux-Problem lösen soll ![]()
Das war natürlich ein Scherz, aber das Thema Design und Usability ist wirklich sehr aktuell in der Linux-Gemeinde.