Iphone: Eine neues Spielzeug oder eine Revolution?
Kaum ein Kein Handyhersteller schaffte es bisher, über eigenes Produkt soviel Aufregung zu schaffen. Dabei ist iPhone kein einfaches Handy, wie manche denken können, sondern ein leistungsfähiges Smartphone mit einem 400 Mhz-Prozessor und mehr als 100 Megabyte Hauptspeicher. Als Betriebssystem fungiert eine abgespeckte aber trotzdem sehr leistungsfähige Version von MacOS. Anfangs plante Apple, bzw. wollte es nicht sofort Ankündigen, das System für Dritthersteller von Software nicht öffnen. Nach einer Weile wurde aber möglich, das Handy durch einen Fehler im Verarbeitung von Bildern in Safari, zu hacken und so die Hintertür öffnen, um Programme auf iPhone zu installieren. Apple hatte vergeblich versucht, die Fehlerquelle zu beseitigen, denn seitdem die Benutzer diese Möglichkeit für sich entdeckten, wollten sie diese nicht mehr missen. Jedes neue Firmware wurde binnen Stunden oder Tagen geknackt.
Sofort bildete sich weltweit eine große Fan-Gemeinschaft, Hobby-Programmierer fingen an, eigene Programme für iPhone und Ipod touch zu entwickeln. Die meisten davon sind kostenlos, es entstanden aber auch diverse kommerzielle Projekte.
Als Beispiel für ein erfolgreicher kommerzielles Projekt kann man das Spiel Labyrinth nennen. Dieses Spiel imitiert das Spielzeug, wo man einen Kugel durch Labyrinth führen soll, ohne dabei in die Zwischenlöcher zu fallen. Das Spiel benutzt die Bewegungssensoren von Iphone, um herauszufinden, in welcher Position das Gerät vom Anwender gehalten wird.
Inzwischen gibt es für iPhone sogar SIP-Software, womit man kostenlose Internet-Telefonate führen kann. Apple hatte übrigens angekündigt, die Möglichkeit, Programme für Iphone zu entwickeln, offiziell freizugeben. Der Hacken an der Geschichte ist, um Software zu entwickeln, muss man eine Lizenz kaufen. Außerdem kann man die Programme nur über iTunes vertreiben, damit will Apple kräftig mit verdienen. Zurzeit sehe ich nur eine Schwäche, die das Betriebssystem von Iphone aufweist, es gibt kein Multitasking, zumindest noch nicht.
